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Kanal-TV-Inspektion in Zwenkau: Ablauf, Kostenfaktoren und Dichtheitsprüfung

22. Oktober 2026· 6 Min. Lesezeit
KI-generiertes Bild: Techniker lässt eine Inspektionskamera in einen offenen Revisionsschacht im Garten eines Einfamilienhauses hinab, neben ihm zeigt ein Monitor das Innere eines Abwasserrohrs

Mit einer Kanal-TV-Inspektion wird sichtbar, in welchem Zustand das Abwasserrohr unter Gebäude und Grundstück ist. Typische Befunde sind Wurzeleinwuchs oder verschobene Muffen. Daneben gibt es die Dichtheitsprüfung als eigenes Verfahren. Bei Häusern in Zwenkau und Umgebung werden zwei Prüfpunkte häufig vergessen: die Hebeanlage und der Rückstauverschluss.

Kanal-TV-Inspektion: Zweck und typische Anlässe

Zahlreiche Grundleitungen liegen seit Jahrzehnten unbesehen im Erdreich. Läuft das Wasser ab, bemerkt niemand ein Problem. Schäden entstehen meist schleichend und zeigen sich erst spät, etwa durch eine Verstopfung, die nach jeder Reinigung zurückkehrt, oder durch Geruch im Keller. Die Kamera-Inspektion zeigt den Zustand des Rohrs ohne Grabungsarbeiten. Danach steht fest, ob Reinigen genügt oder eine Sanierung ansteht.

  • Verstopfungen, die immer an derselben Stelle auftreten
  • Geplanter Erwerb eines älteren Hauses oder Grundstücks
  • Anstehende Sanierung oder ein Anbau
  • Bauarbeiten, Baumfällungen oder Bodensetzungen im Garten
  • Feuchte Kellerwände oder Abwassergeruch ohne klare Ursache
  • Forderung eines Zustandsnachweises durch Gemeinde oder Abwasserzweckverband

Bei älteren Häusern bestehen Grundleitungen häufig aus Steinzeug oder Beton mit Muffenverbindungen. Genau dort kommt es oft zu Verschiebungen und eingewachsenen Wurzeln.

Möglichkeiten und Grenzen der Kamerainspektion

Eine wasserdichte Kamera wird in die Leitung geschoben oder fährt auf einem kleinen Fahrwagen hindurch. Abhängig vom System sind Rohre ab etwa DN 25 bis 50 befahrbar. Ein Streckenzähler erfasst die Position, jeder Befund erhält so eine Meterangabe im Protokoll. Über eine Ortungssonde im Kamerakopf lässt sich die Schadstelle außerdem oberirdisch auf dem Grundstück markieren.

  • Risse, Scherben und gebrochene Rohre
  • Verschobene oder geöffnete Muffen
  • Eingewachsene Wurzeln
  • Querschnittsverengung durch Fett, Kalk oder Urinstein
  • Senken mit ständig stehendem Wasser
  • Fehlanschlüsse und unbekannte Abzweige

Einen sicheren Dichtheitsnachweis liefert die Kamera nicht. Feine Haarrisse oder leicht undichte Muffen sehen im Bild oft aus wie eine harmlose Verfärbung. Zudem muss die Leitung vor der Befahrung frei sein. Bei starken Ablagerungen wird vorher gereinigt, sonst ist auf dem Monitor nur Schmutz zu sehen.

Normgerechte Schadensbeschreibung
Fachbetriebe kodieren Schäden nach dem System der DIN EN 13508-2. Dadurch bleibt das Protokoll auch für Gutachter oder einen späteren Sanierungsbetrieb verständlich.

Dichtheitsprüfung: messbarer Nachweis statt Kamerabild

Bei der Dichtheitsprüfung wird ein Leitungsabschnitt mit Absperrblasen verschlossen und dann mit Wasser gefüllt oder mit Luftdruck beaufschlagt. Über eine festgelegte Prüfzeit wird gemessen, ob Wasser oder Druck verloren geht. Verfahren und Grenzwerte ergeben sich aus den einschlägigen Normen, etwa DIN EN 1610 und DIN 1986-30. Das Ergebnis ist eindeutig: bestanden oder nicht bestanden.

Zwei Verfahren, zwei Fragestellungen

Kanal-TV-Inspektion

  • Lokalisiert Art und Lage eines Schadens
  • Macht Ablagerungen, Wurzeln und Verschiebungen sichtbar
  • Dokumentiert per Video und Protokoll mit Meterangaben
  • Basis für die Auswahl der Sanierungsmethode

Dichtheitsprüfung

  • Klärt, ob die Leitung dicht ist
  • Liefert einen Messwert statt einer optischen Einschätzung
  • Häufig von Behörden oder bei Abnahmen gefordert
  • Geeignet als Nachweis nach einer Sanierung

Ob für Ihr Grundstück eine Pflicht zur Dichtheitsprüfung besteht, regelt in der Regel die örtliche Abwassersatzung. Diese erhalten Sie bei Ihrer Gemeinde oder beim zuständigen Abwasserzweckverband.

Diese Faktoren bestimmen die Kosten

Einen seriösen Festpreis am Telefon kann ohne Kenntnis der Leitung niemand nennen. Wie sich der Preis zusammensetzt, ist aber gut nachvollziehbar. Typische Posten sind:

Kostenfaktoren bei Kamera-Inspektion und Dichtheitsprüfung

Was den Preis beeinflusstWirkungWoran Sie es erkennen
Länge und Anzahl der LeitungssträngeJe mehr Meter und Abzweige, desto mehr Zeit für Befahrung und AuswertungEntfernung vom Haus zur Straße, Anzahl der Fallrohre und Anschlüsse
Zugang zur LeitungFehlen Schacht oder Reinigungsöffnung, muss ein Zugang geschaffen werden, zum Beispiel über ein abgebautes WCIst im Keller oder Garten ein Schachtdeckel vorhanden?
VorreinigungVerstopfte oder verkrustete Rohre werden vor der Befahrung gespültWasser fließt träge ab, es gab bereits Verstopfungen
Rohrdurchmesser und KameratechnikFür enge Hausleitungen und große Grundleitungen sind unterschiedliche Kamerasysteme nötigLeitung im Gebäude oder Hauptleitung zum öffentlichen Kanal
Ortung und ProtokollLageortung und ein normgerechter Bericht mit Video kosten zusätzliche AuswertungszeitBenötigen Behörde, Käufer oder Versicherung den Bericht?
Zusätzliche DichtheitsprüfungAbsperren, Befüllen und Prüfzeit bilden einen separaten ArbeitsgangSatzung, Verkauf oder Abnahme nach Sanierung fordern den Nachweis
TerminFür Einsätze nachts oder am Wochenende wird üblicherweise ein Zuschlag berechnetAkuter Rückstau oder planbare Untersuchung

Bei der Besichtigung werden Zugänge, Leitungslänge und Verschmutzungsgrad geprüft.

Für ein belastbares Angebot vorab klären: Ist eine erforderliche Reinigung inklusive oder kostet sie extra? Gehören Video und schriftliches Protokoll dazu? Steht die Dichtheitsprüfung als separater Posten im Angebot? Fragen Sie außerdem, ob nach Metern oder nach Zeitaufwand abgerechnet wird.

Ablauf der Untersuchung

Schritt für Schritt zum Befund

  1. Vorgespräch
    Anlass, Baujahr und bekannte Probleme kommen zur Sprache. Halten Sie vorhandene Entwässerungspläne bereit und zeigen Sie, wo Schächte und Reinigungsöffnungen liegen.
  2. Zugang und Vorreinigung
    Schacht oder Reinigungsöffnung wird geöffnet. Liegen Ablagerungen vor, wird die Leitung vorab mit Hochdruck gespült.
  3. Kamerafahrt
    Die Kamera durchfährt alle relevanten Stränge. Befunde werden mit Meterangabe festgehalten und bei Bedarf von oben geortet.
  4. Dichtheitsprüfung, falls beauftragt
    Die Abschnitte werden abgesperrt und mit Wasser oder Luft geprüft.
  5. Auswertung
    Video und Protokoll werden übergeben. Gemeinsam wird geklärt, was dringend ist und was Zeit hat.
Reguläre Termine wählen
Für eine Inspektion reicht fast immer ein Termin während der normalen Arbeitszeit. Der Notdienst ist nur bei akutem Rückstau nötig; Technische Rohrreinigung GmbH ist dafür rund um die Uhr erreichbar.

Hebeanlage und Rückstausicherung nicht vergessen

Befindet sich der Keller unterhalb der Rückstauebene, kann Abwasser bei Starkregen aus dem öffentlichen Kanal ins Gebäude zurückfließen. Als Rückstauebene gilt meist die Straßenoberkante an der Anschlussstelle. Schutz bieten Rückstauverschluss oder Hebeanlage. Bei einer reinen Kanaluntersuchung bleiben beide oft unbeachtet, obwohl sie den Keller sichern.

Die Pumpe einer Hebeanlage kann die Kamera nicht passieren. Deshalb werden die Leitungen davor und dahinter separat untersucht. Die Anlage selbst wird geöffnet und kontrolliert auf:

  • Ablagerungen
  • Pumpenfunktion
  • Rückflussverhinderer

Beim Rückstauverschluss prüft der Fachmann, ob die Klappen frei beweglich sind und dicht schließen. Fett und Schmutz können sie mit der Zeit blockieren. Auch ein verschmutzter Pumpensumpf kann die Funktion stören.

Wartungstermine einhalten
Rückstauverschlüsse und Hebeanlagen sind in festen Abständen zu warten; die Intervalle legen Norm und Hersteller fest. Andernfalls fällt eine blockierte Klappe erst auf, wenn der Keller voll Wasser steht.

Nach dem Befund: Reinigung oder Sanierung?

Sind nur Ablagerungen zu sehen, genügt oft eine gründliche Reinigung mit anschließender Kontrollbefahrung. Strukturschäden wie Risse oder offene Muffen erfordern eine Sanierung. Solange das Rohr nicht eingestürzt ist, gelingt das häufig ohne Aufgraben. Beim Inliner- oder Schlauchliner-Verfahren wird ein harzgetränkter Schlauch ins alte Rohr eingezogen und härtet dort aus – es entsteht ein neues Rohr im alten. Einzelne Schäden lassen sich auch gezielt mit Kurzlinern beheben. Eine erneute Kamerafahrt bestätigt danach den korrekten Sitz. Falls erforderlich, folgt die Dichtheitsprüfung als Nachweis.

Nicht sicher, was Ihre Leitung benötigt?
Technische Rohrreinigung GmbH ist seit 1992 in Zwenkau und Umgebung tätig, Mitglied im VDRK und Träger des Gütezeichens Kanalbau (RAL). Die Beratung vor Ort kostet nichts.
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Technische Rohrreinigung GmbH prüft Ihre Leitung per Kamera, auf Wunsch ergänzt durch eine Dichtheitsprüfung, und bespricht Video und Protokoll direkt vor Ort mit Ihnen. Kostenlose Beratung vor Ort unter 034203 809 970.

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